Mining, Goldgräberstimmung bei Kryptowährungen

Mining, Goldgräberstimmung bei Kryptowährungen

 Blog von Alfred Salzmann, 3.4.2018

Das muss man über die Goldgräberstimmung bei der Kryptowährung wissen.

 

Goldgräberstimmung

Rund um das bekannteste Kryptogeld, den Bitcoin, ist längst ein lukratives Geschäft entstanden, das von professionellen Akteuren bestimmt wird. Außer Bitcoins gibt es zahlreiche weitere digitale Währungen, deren Münzen von Privatnutzern "geschürft" werden - und diesen teils satte Gewinne versprechen. Doch die Goldgräberstimmung beim sogenannten "Mining" birgt auch Tücken.

Mining von Kryptowährungen

Mining von Kryptowährungen

 

Wie werden digitale Währungen geschürft?

Kryptowährungen basieren auf dem Prinzip, dass die mit ihnen getätigten Transaktionen nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden müssen. Stattdessen werden alle Buchungsvorgänge über das Internet mit Hilfe zahlreicher Rechner in einer dezentralen Datenbank aneinander gekettet - der sogenannten Blockchain. Um die Daten zu schützen und sicherzustellen, dass ein Bitcoin nicht mehrfach ausgegeben wird, werden die Daten in der Blockchain kryptografisch verschlüsselt. Dafür wiederum ist ein immer größer werdender Rechenaufwand nötig.

Hier kommen auch private Computernutzer ins Spiel. Denn wer sich an den komplexen Rechenprozessen beteiligt, wird dafür entlohnt - in Anteilen an der digitalen Währung. Auf diese Art entstehen neue "Münzen". Der Prozess wird deshalb als "Mining" (Schürfen) bezeichnet.

 

Weshalb erscheint das Schürfen so lukrativ?

Der Kurs vieler Kryptowährungen ist zuletzt teils schwindelerregend in die Höhe geschossen, um danach wieder sehr stark zu verlieren. Während die ersten Bitcoin-Einheiten nur wenige Cent wert waren, notierte die virtuelle Münze Bitcoin bei ca. 20.000,00 Dollar. Zuletzt bei ca. 7.000 Dollar. Auch die zweitgrößte Digitalwährung Ethereum vervielfachte bereits ihren Wert.

Zwar wird das "Mining" von Bitcoins inzwischen maßgeblich von professionellen Firmen betrieben, die im großen Stil speziell für den Schürfprozess optimierte Hardware einsetzen. Trotzdem können sich am "Mining" auch weiterhin Privatleute beteiligen - und dabei durchaus erkleckliche Beträge einstreichen. So ließen sich etwa bei Ethereum für private Computernutzer in Deutschland in diesem Jahr Gewinne von mehr als hundert Euro im Monat erzielen, vorausgesetzt auf dem heimischen Schreibtisch steht ein entsprechend leistungsstarker Computer.

 

Der Mining-Trend treibt dabei mitunter kuriose Blüten:

So kommt es immer wieder zu Lieferengpässen bei Grafikkarten, die eigentlich für Computerspiele optimiert sind, gleichzeitig aber auch beim "Mining" gute Werte erzielen. Wiederholt haben digitale Goldgräber den Markt quasi leergekauft.

 

Wie können Privatnutzer schürfen?

Um Bitcoins oder sogenannte Altcoins, also alternative Digitalwährungen wie etwa Ethereum, Litecoin oder Monero zu schürfen, müssen sich Privatanwender über die Installation eines Clientprogramms mit dem Netzwerk der Währung verbinden. Bei Bitcoins funktioniert das Schürfen inzwischen hauptsächlich über sogenannte Pools, in denen sich viele Nutzer zusammenschließen, um effizienter zu schürfen. Die gewonnenen Coins werden geteilt.

Im Internet lassen sich eigens dafür entwickelte Programme finden, mit denen Nutzer berechnen können, ob sich das "Mining" mit ihren Computern lohnt. Der Website coinmarketcap.com zufolge gibt es gegenwärtig rund 1.200 Kryptowährungen. Bei einem Großteil von ihnen werden die Münzen allerdings nicht durch "Mining" erzeugt.

 

Was gilt es zu beachten?

Ein maßgeblicher Faktor beim "Mining" sind die Stromkosten. Da die Strompreise in Deutschland im internationalen Vergleich eher hoch sind, werden für einen rund um die Uhr auf Hochtouren arbeitenden Computer schnell Kosten von dutzenden Euro pro Monat fällig. Kritiker verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die schlechte Ökobilanz des "Mining".

Außerdem lässt sich kaum absehen, wie sich der Wert von Kryptowährungen und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen langfristig entwickeln.

 

Weitere Informationen rund um die Kryptowährungen finden Sie auch im

Portal für Kryptowährungen - Kryptobörsen - Wallets - ICO´s

 

Euer Moneycoach

Alfred Salzmann

PDF-Anhänge

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben