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Dass ein Emerging-Market-Investment keineswegs eine reine Rohstoffwette ist, belegt das Monatsergebnis unseres jüngsten Fondsbarometers.

Während Fonds, die im Commodity-Bereich investieren, als Gruppe im August mehr als sieben Prozent an Wert einbüßten, legten Russland und China jeweils fast sechs Prozent zu.

Indien schaffte es mit einem Monatszuwachs von 2,28 Prozent zwar nicht unter die Top-10, mit einem Halbjahreswertzuwachs von rund 31 Prozent gehörten Fonds, die am Subkontinent investieren, zu den ertragreichsten Investments dieses Jahres

nur übertroffen von "Lateinamerika" (33,61 %), "Rohstoffen" (42,46 %) und "Brasilien" (63,45 %).

 

Thailand-Fonds über zehn Jahre top
Ein Land, das vermutlich die wenigsten Anleger auf ihrem Radarschirm haben, ist Thailand. Von allen via Fondsbarometer beobachteten Fondskategorien können die Fonds, die hier investieren, derzeit die beste Wertentwicklung über zehn Jahre vorweisen. Im Schnitt haben sie mehr als 210 Prozent zugelegt.

Bemerkenswert ist im langjährigen Vergleich mit dem Dax (siehe Chart), dass Thailand – hier an Hand des Fidelity Funds Thailand A (USD) dargestellt – eine relativ gering korrelierte Entwicklung aufweist, womit die Fernost-Börse für heimische Anleger, die über ausreichende Mittel und die entsprechende Risikobereitschaft verfügen, ein interessantes Diversifikationsinstrument darstellt. (Bild und Grphik übernommen von Fonds professional)Insgesamt war der August ein "guter" Aktienmonat, im Durchschnitt legten Aktienfonds 0,82 Prozent zu, wobei nur 14 von 56 beobachteten Regionen und Branchen Verluste sahen.

Die höchsten Verluste mussten zuletzt Rohstoffanleger in Kauf nehmen, wodurch auch die Regionen "Afrika" und "Australien" am unteren Ende der Monatshitparade landeten. Angesichts der mehr als 63 Prozent Wertzuwachs seit Beginn dieses Jahres nimmt sich diese Korrektur aber nach wie vor bescheiden aus.

Angesichts der allgemeinen Nachrichtenlage – Stichworte Terror und Türkei – verlief der Monat Juli erstaunlich stabil. Einzig der Aktienmarkt der Türkei geriet unter die Räder, wobei sich ein Monatsverlust von 6,62 Prozent angesichts der Ereignisse fast schon moderat ausnimmt. Ebenfalls einen Monatsminus verbuchte die Sparte "Energie", wobei dieses mit 1,26 Prozent minimal ausfiel und als Reaktion auf den zuletzt schwächeren Ölpreis zu sehen ist. Dass Rohöl zuletzt billiger wurde, ist insofern nicht überraschend, als der Preis seit dem Jahrestief um den 20. Januar bis zu 75 Prozent zulegen konnte, nach der Gegenbewegung im Juli liegt der Preiszuwachs aber immer noch bei 50 Prozent. (gf)

 

Beratung: Für eine Beratung über eine weltweite breit gestreute Veranlagung in Investmentfonds stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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